Ein Haushalt fällt nie an einer Stelle aus.
Sondern der Reihe nach.
Deshalb wird jeder der zwölf Bereiche mit zwölf eigenen Kriterien geprüft. Jedes einzeln bewertet, jedes über sechs Zeiträume durchgerechnet. Nur so lassen sich Wasser und Führungsfähigkeit überhaupt miteinander vergleichen.
Das Maßsystem
Wie ein Bereich bewertet wird.
Jedes Kriterium einzeln
Skala 0 bis 5
Für jedes Kriterium gibt es eine ausformulierte Definition, was 0 bedeutet und was 5 bedeutet. Bewertet wird gegen diese Definition, nicht gegen ein Bauchgefühl. Dazu kommen eine Begründung und ein Satz, warum es nicht höher steht.
Der Bereichswert als Mittelwert
Keine Gewichtung
Keine Schwerpunkte, keine Schönrechnung. Ein einzelner Nullwert zieht den ganzen Bereich messbar nach unten, und genau das soll er auch.
Sechs Zeiträume
72 Stunden bis ein Jahr
Viele Haushalte sind in den ersten 72 Stunden gut aufgestellt und kippen ab Woche zwei. Ohne diese zweite Achse würde man das nie sehen.
Die Ampel
Drei Bänder, klare Schwellen.
Solide
Trägt auch unter Last. Hier geht es um Erhalt und Routine, nicht um Ausbau. Wer hier steht, sollte üben statt kaufen.
Handlungsbedarf
Funktioniert im Alltag, wird unter Druck dünn. Der größte Teil aller Befunde liegt in diesem Band, und hier ist der Hebel pro Stunde am größten.
Kritisch
Hält einer Störung nicht stand. Diese Werte stehen in Ihrem Umsetzungsplan ganz oben, unabhängig davon, wie teuer die Lösung ist.
Die sechs Zeiträume
Wann es eng wird, ist die eigentliche Frage.
Für alle vorrats- und autarkiebezogenen Kriterien gilt derselbe Maßstab: Mindeststandard vier Wochen, Empfehlung drei bis sechs Monate. Wo reines Lagern an Grenzen stößt, etwa bei Wasser und Energie, wird die Höchststufe nicht durch Stapeln erreicht, sondern durch Vorrat, nachliefernde Quelle und Aufbereitung zusammen.
Die Belastungsprobe
Ein Zustand sagt nichts
über Belastbarkeit.
Die zwölf Bereiche messen, wie Ihr Haushalt heute dasteht. Acht Szenarien prüfen, was davon unter Last übrig bleibt. Jedes davon ist in den vergangenen Jahren tatsächlich eingetreten, keines ist ausgedacht.
Grund 01
Lagen treffen mehrere Bereiche gleichzeitig
Ein Blackout ist kein Energieproblem. Er ist gleichzeitig ein Wasserproblem, weil Druckpumpen Strom brauchen, ein Medizinproblem wegen der Kühlkette und ein Kommunikationsproblem, sobald die Reserven der Mobilfunkmasten leer sind.
Grund 02
Der Schaden kommt selten sofort
Die meisten Haushalte stehen in den ersten 72 Stunden gut da. Der kritische Punkt liegt fast immer später, und bei jedem Szenario an einer anderen Stelle.
Grund 03
Abstrakte Risiken werden vergleichbar
Solange Risiken nur benannt werden, lässt sich nicht entscheiden, was zuerst dran ist. Erst der Vergleich zeigt, welche Lage Sie am härtesten trifft.
Der große Zusammenbruch, kriegerische Vollszenarien, Lagen mit Datum und alles, was nur Angst erzeugt. Ein Szenario ohne Handlungsmöglichkeit ist keine Vorsorge, sondern Unterhaltung.
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